Es sind nur noch wenige Wochen bis zu den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am 6. Mai. Vor diesem Hintergrund hat die „Bürgerinitiative gegen massive umweltbelastende Industriekonzentration in Stade“ in den Ueternsener Nachrichten deutlich gemacht, dass sie von den Politikern klare Positionen zur Energiewende erwartet. Von den Spitzenvertretern aller Parteien, die in den nächsten Wochen auf Wahlkampftour sein werden, wollen die Marschmer Antworten zu den geplanten Kohlekraftwerken -
Anlässlich der öffentlichen Anhörung zu der geplanten Stromtrasse protestierten Mitglieder der Kampagne „Stade zukunftsfähig!“ am gestrigen Mittwoch vor dem Stader Rathaus. Hintergrund sind die Planungen des Stromnetzbetreibers TenneT. Dieser plant die bestehende 220-Kilovolt-Stromleitung, die Stadersand mit dem Umspannwerk Dollern verbindet, durch eine größere Leitung (380 KV) zu ersetzen.
Auch nach dem im Sommer 2011 beschlossenen Atomausstieg sind neue Kohlekraftwerke zur Deckung des Strombedarfs in Deutschland nicht notwendig. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von der klima-allianz deutschland beim arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik in Auftrag gegeben wurde. Der begrenzte Zubau von modernen und flexiblen Gaskraftwerken ist völlig ausreichend, um notwendige Backup-Kapazitäten bereitzustellen. Daher sollte auch in Stade nicht mehr auf die klimaschädliche und rückwärts gewandte Energiegewinnung gesetzt werden, sondern stattdessen der Blick nach Vorne gerichtet werden. » Pressemitteilung und Studie lesen
Die Chancen der Energiewende müssen in Stade viel prominenter auf die politische Tagesordnung! Wir setzen uns dafür ein, dass Stade im Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes zukunftsfähig wird. Wir wenden uns gegen die geplanten Kohlekraftwerke, weil damit die Weichen falsch gestellt werden würden.
Die Chancen und Herausforderungen der Energiewende müssen in Stade endlich als zentrale Zukunftsfrage erkannt werden und die Leitlinien der Politik bestimmen.
Um Stade für die Energiewende fit zu machen, brauchen wir einen breiten, öffentlichen Dialog und das Zusammenwirken von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft und Politik. Es bedarf noch vieler weiterer Initiativen, politischer Konzepte, Programme und Projekte, um Stade Schritt für Schritt zukunftsfähig zu machen! Um an dieser Aufgabe mitzuwirken, neue Ideen anzustoßen und Menschen zusammenzubringen, wurde die Kampagne „Stade zukunftsfähig!“ gestartet. >> Lesen Sie mehr zum Hintergrund der Kampagne
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Web: www.stade-zukunftsfaehig.de